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Tips für den Umgang mit Kindern

Die beschriebenen Prinzipien gelten für Menschen jeden Lebensalters, Kinder wie Erwachsene. Licht an – Licht aus, Leben und Tod. Wer sich nicht regelmäßig mit der Endlichkeit seines Daseins befasst, wird nie die volle Pracht und Fülle des Lebens erleben.

Du erinnerst Dich?

Wenn Du Dich von schmerzlichen Erfahrungen innerlich distanzierst, entfernst Du Dich gleichzeitig von den schönen. Die Abschwächung betrifft immer die Wahrnehmungsfähigkeit insgesamt.

Was bringt es nun, wenn Du Deine Kinder „in Watte“ packst und ihnen negative Erfahrungen zu nehmen suchst? Du nimmst ihnen die Chance durch

Gegensätze

Wahrnehmung und Gespür zu entwickeln. Ihr Leben wird schnell grau, Unzufriedenheit und Lustlosigkeit führen bis zur Apathie.

Von der Amöbe bis zum Menschen sind alle Lebewesen auf Entdeckungsreise. Sie „suchen“ den Kontrast, um Leben zu entdecken, damit sie sich spüren können. Das hatten wir schon, nicht wahr?

Neues entdecken wollen führt in Bereiche,

die unsicher sind,

Du fällst mal „auf die Schnauze“,

mal klappt es gleich.

Du bist Abenteurer und entdeckst neue innere Welten, die sind übrigens mindestens so interessant wie die äusseren. Du hast Lust auf Leistung, Lust Dich anzustrengen, Lust zu spielen. Kinder sind von klein auf so „gepolt“, bis man ihnen die Chance nimmt, selber zu handeln und zu entdecken. Das ist der Anfang vom Ende Deiner Träume gewesen.

Wer das beherzigt,

  • lässt sein Kind seinen Schmerz erfahren, ohne es durch Trösten und Worte abzulenken.

  • gibt ihm die Chance, über seine Gefühle zu sprechen.

  • spricht mit dem Kind „Auge in Auge“ gleichberechtigt über die eigenen Gefühle. In der Gefühlswelt gibt es keine Autorität, sondern nur Wesen-Persönlichkeiten in einem fließenden Austausch von Gedanken und Gefühlen. Kein drunter oder drüber, kein besser oder schlechter, es ist ausschließlich ein Energieaustausch.

Mit Autorität Grenzen zu setzen, ist wichtig, sie gehört jedoch in die konkrete materielle Welt, in der die Kinder Kinder und die Erwachsenen Erwachsene sind. Völlig natürlich ist, dass sich Kinder an diesen Grenzen reiben und gleichzeitig unbewusst dankbar dafür sind.

Im Mutterleib hat jeder von uns während seiner ersten neun Monate genau das erfahren: Einerseits die Grenzen der Gebärmutter, die Geborgenheit spendeten und andererseits eine Welt ohne Gegensätze, weil es die gegensätzlichen Pole der äusseren Welt in der Form nicht gab: Kein Heiß und Kalt, Hell und Dunkel, hart und weich usw. Mit dieser Zwiespältigkeit geht es das ganze Leben weiter. Geborgenheit setzt Grenzen voraus, an denen wir uns auch als Erwachsene noch reiben, weil wir doch gleichzeitig frei sein wollen.

  • Wer keine Grenzen in der konkreten Wirklichkeit setzt, wird Kinder erleben, die pseudoselbstbewußt, ohne Gespür für wirklich Notwendigkeiten und wirkliche Gefahren, wie kleine altkluge Erwachsene wirken.
  • Wer das noch mit „in Watte packen“ kombiniert, wird Kinder erleben, die hyperaktiv, aggressiv und konzentrationsgestört ihrer Umgebung auf den Nerv gehen.

Fallen diese beiden Aspekte weg (in manchen Kreisen nennt man das Verwöhnen :-) ) und wird der Rest dieses Kapitels beherzigt, ist die Problematik innerhalb weniger Wochen bis Monate ebenfalls weg.

Übrigens,

  • darüber berichtete bereits Plato, ein Philosoph des antiken Griechenlands

  • bestimmte Mineralien unterstützen die Erinnerung an natürliche Urzustände.

Wer das konsequent anwendet, wird sich wundern, wie sich die Beziehungen zu Kindern positiv verändern.

Zu guter letzt werfen wir noch einen Blick in die Natur. Wie verhält sich z.B. ein Fuchs, wenn die Kleinen vor dem Bau spielen und Gefahr droht? Er handelt einfach und effizient: Ein klares Signal und der Nachwuchs zischt ab in den Bau. Und sollte eines der Kleinen widerspenstig sein, gibt es Saures, es bekommt die energischen Zähne der Mutter zu spüren, ZU SEINEM EIGENEN SCHUTZ. Ich schreibe das so groß, weil in der heutigen Gesellschaft diese sinnvollen und natürlichen Verhaltensweisen durch endlose Erklärungsversuche seitens der Eltern aufgeweicht werden. Frust und Spannungen sind auf beiden Seiten vorprogrammiert.

Nun frage Dich, willst Du an einer Hauptstrasse, deren Gefahr Dein Kind lange Zeit weder einschätzen noch verstehen wird, eine Diskussion darüber beginnen, ob man auf die Strasse laufen sollte oder nicht? Wohl kaum und so gibt es viele Situationen, in denen ohne Einsicht und Verstehen Gehorchen überlebenswichtig ist. Für solche Umstände bietet es sich an, das Kommando STOP einführen. Und es sollte tatsächlich nur dann angewandt werden, wenn Gefahr droht. Dein Kind muss dieses Kommando strikt befolgen ohne jedes Wenn und Aber. Irgendwann, wenn ein ausreichendes Maß an Lebenserfahrung gewachsen ist, wird dann die Erklärung nachgereicht.

In ungefährlichen Situationen genügt hingegen ein NEIN, nicht weniger verbindlich, aber weniger dramatisch. Das kann und sollte ab einem bestimmten Alter gleichzeitig mit einer Erklärung verständlich gemacht werden.