Ich habe es diesmal nicht lassen können und mich in eine Diskussion eingemischt. Ich habe das getan, weil ich seit vielen Jahren mit Bedauern feststelle, wie wertvolles Detailwissen von Spezialisten in fehlender Kenntnis des Gesamtzusammenhangs zum typischen “alten Wein in neuen Schläuchen” wird. Mein Beitrag soll veranschaulichen, warum systembedingt Spezialisten irren müssen und ihnen die “Laien” dank fehlender Intuition auf den Leim gehen.Die Hauptpersonen der Diskussion, deren Verlauf und Inhalt für das Verständnis meiner Einmischung nicht wichtig sind (ergibt sich aus dem Inhalt):
Dr. Schnitzer, renommierter, engagierter und seriöser Zahnmediziner, der sich unter dem Stichwort “Schnitzer”-Kost einen weithin bekannten Namen mit gesunder Ernährung gemacht hat.
Herr Jörgensen, ein Heilpraktiker, der fundiert und wie es scheint kompetent seit Jahrzehnten Mineralienhaushalt und Entsäuerung als seine Domäne erkannt hat.
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Kommentar zu den Meinungen von Herrn Schnitzer und Herrn Jörgensen
Lieber Max,
ich verfolge den Meinungsaustausch, mehr ist es bei aller behaupteten Wissenschaftlichkeit nicht, von Herrn Schnitzer und Herrn Jörgensen mit diversen anderen Teilnehmern von Anbeginn. Nun kann ich angesichts der durchweg zu schmal gedachten Annahmen nicht anders, als den Dingen den ausreichend großen Rahmen zu geben. Ich tue das bewusst und mische mich ein, weil ich die kritische Weltsicht aller Beteiligten teile, aber ernsthafte Lösungsansatze im Sinne des vielzitierten Paradigmenwandels durchweg vermisse. Die Handlungsempfehlungen beider Herren führen nur zur Neuauflage alter Denkmuster und Probleme.
Warum Spezialisten irren müssen
Wenngleich meine Zeilen sehr konfrontativ beginnen, möchte ich ganz ausdrücklich meinen aufrichtigen Respekt für die Spezialistenleistungen der beiden Herren aussprechen. Das ist mir sehr ernst. Das zwangsläufige Problem des Spezialisten ist allerdings seine fehlende Kompetenz in der Einordnung seiner Beobachtungen und Erfahrungen in das große Bild des Naturgeschehens. Schließlich macht ihn erst der intensive Zeiteinsatz auf seinem Gebiet zum Spezialisten. Die Zeit für das Verständnis der großen Zusammenhänge bleibt dabei in der Regel auf der Strecke. Daran krankt letztlich mit wenigen Ausnahmen die ganze Wissenschaft. Echte Grundlagenforschung blieb vor vielen, vielen Jahren auf der Strecke.
Zur Sache: Teilausschnitte des rechnerisch unendlich komplexen Stoffwechsels zu kennen, berechtigt nicht zu der Aussage, mit Kalium, Zink, Mangan oder einem anderen Mineral derart definitive vorhersagbare Wirkungen erzielen zu können. Das sagt allein schon meine Erfahrung als ehemaliger Schulmediziner und Notarzt. Genau so wenig ist es korrekt, bestimmte Bestandteile der Nahrung mit einer bestimmten Erkrankung ursächlich zu verknüpfen. Diabetes oder koronare Herzerkrankungen haben bestenfalls beiläufig etwas mit tierischen Nahrungsbestandteilen bzw. Nahrung insgesamt zu tun. Den Beweis für diese Aussagen habe ich als Erfahrungsmediziner schon vor Jahren in meiner Praxis geführt. Weil ich schon damals nicht an diese Zusammenhänge glauben konnte, habe ich jeden Patienten grundsätzlich dazu aufgefordert, seine Lebens-, Ernährungs- und Bewegungsweise beizubehalten. Und siehe da, sie wurden ohne jede Veränderung allein dadurch gesund, dass sie die vermeintliche Krankheit als ein wertvolles und keineswegs negatives Lebensoptimierungssignal verstanden haben und die Veränderungen zulassen konnten.
Warum sind nun die Spezialistenmeinungen von Herrn Schnitzer und Jörgensen auf Sand gebaut? In ganz kurzen Zügen will ich vorab dem Wissensdurstigen für eine weiterführende Recherche die entscheidenden Stichworte geben. Sie gelten für jede ernsthafte Wissenschaft.
Jeder weiß, dass der Abstand zwischen zwei Gegenständen mit der Entwicklung genauerer Meßmethoden immer exakter bestimmt werden kann. Vom Meterstab bis zum Elektronenmikroskop sind es etliche Stellen hinter dem Komma. Letztlich stellt sich bei folgerichtigem Denken die Frage, ob es überhaupt eine genaue Abgrenzung beispielsweise zwischen Luft und Wand gibt. Genau das widerlegt die Quantenphysik in aller Verbindlichkeit. Es gibt einen „Wahrscheinlichkeitsraum”, in dem die Wand endet und die umgebende Luft beginnt.
Mittlerweile wird auch die auffallende Deckungsgleichheit der Vorgänge und Erscheinungsformen vom unendlich Kleinen bis zum unendlich Großen erkannt. Interessanter Kurzfilm dazu: („10 Hoch”). Elektronen sind keine „Mini-Bälle” mehr, auch nicht mehr nur „Aufenthaltswahrscheinlichkeiten” irgendeiner Energie, sondern Wirbel. Alles wirbelt, das Elektron, das Wasser im Bach, die Luft in Bewegung bis hin zu Galaxien im alles andere als leeren Weltraum. Wer die ernstzunehmenden wissenschaftlichen Erklärungsmodelle, mit denen das integrierte Verständnis der Natur erst wirklich beginnt, selber nachvollziehen will, dem sei Literatur zum holographischen Universum, zur fraktalen Geometrie (Global Scaling), zum Primzahlkreuz (Dr. Peter Plichta, lesenswert für den Laien ist vorzugsweise Band 1) und zum teilchenlosen Kontinuum empfohlen. Gerade letzteres ist von immenser Bedeutung, wenn man verstehen will, warum Spezialisten mit Machbarkeitsphantasien wie Herr Schnitzer und Herr Jörgensen zwangsläufig irren müssen.
Das Buch Äther, Physik und Philosophie von Herrn Prof. Alfred Evert ( ISBN 3-8334-2800-7) ist zur Erläuterung des Kontinuums ein durchaus noch laientaugliches, Augen öffnendes Grundlagenwerk. Ganz nebenbei wird hier erstmals eine so nachvollziehbare wie einfache Begründung für das bisher unerklärte Phänomen beigebracht, warum das magnetische Feld immer im rechten Winkel auf dem Stromfluß steht. Weiterer wesentlicher Aspekt des Grundlagenwissens ist der Aufbau des Universums und damit auch der physischen Natur nach dem Gesetz der ganzen Zahlen, primzahlkodiert, dual (polare Gegensätze) und oktaviert (als Oktave bezeichnet man die Halbierung oder Verdopplung einer Frequenz). Das sollten genug Stichworte sein. Doch wie gesagt, diesen Spuren kann, muss man für das Verständnis des großen Rahmens nicht nachgehen. (Details und Rückführung zur Einfachheit findet der Interessierte im Simplonik-Handbuch, das ich für diese Zwecke geschrieben habe) Dabei belasse ich es, um zu den Auswirkungen dieser Gesetzmäßigkeiten auf Medizin und Gesundheit zu kommen. Denn allein das ist für den Laien interessant, das gibt Kompetenz und reduziert die Abhängigkeit vom Spezialisten, dessen höchstes Anliegen es sein sollte, sich im Sinne der Einfachheit überflüssig zu machen.
Hinter jeder Komplexität liegt immer etwas Einfaches. Das muss so sein, weil die teilchenlose Einheit Realität ist, somit ein-fach sein muss. Aus der Einfachheit eines teilchenlosen Feldes entsteht mit der Bewegung das, was wir als Teilung erfahren und messen können. Alles Leben und alles, was existiert startet mit dualen Aufspaltungen. Der Aufbau eines Baumes, die Teilung eines Flußlaufes oder auch die Struktur der menschlichen Lungen gibt eine Ahnung davon. So auch der Stoffwechsel, der über Sympathikus und Parasympathikus gesteuert wird. Der erstere garantiert Aktivität zum Überleben, der andere Entspannung zur Regeneration. Dazwischen gibt es nichts, alle Komplexität entwickelt sich allein daraus.
Krankheit ist nicht primär ernährungsbedingt, sondern eine chronische Anspannung, ein chronischer Überlebenskonflikt. Körperliche und geistige Aktivität erzeugen mit der Anspannung Säure, entspannende Regeneration braucht Basisches. Die Anspannung ist nicht notwendigerweise eine Frage real bedrohlicher Situationen, hier genügt die Annahme, es liege eine solche vor. Die roten Zahlen auf dem Bankkonto können bei vielen Menschen dazu genügen.
Überlebensangst ist eine gefühlte Spannung. Diese korrespondiert wiederum mit Vernetzungen im Organismus. Wer seine Aggressivität unterdrückt, wird eine irritierte Gallenblase haben. Erstarrt das Thema, kann es bis zur erstarrten Galle, sprich einem Stein kommen. Die korrespondierende Muskulatur, das zugehörige Hautsegment, alles, was zu dem jeweiligen System gehört, steht unter Spannung. Ist durch die unterdrückte Aggressivität die Haltung im Leben beeinträchtigt, wird der zugeordnete Haltemuskel den zugehörigen Wirbel aus seiner Optimallage ziehen. Chronische Rückenschmerzen oder ein akuter Hexenschuß sind die Folge.
Oktavierung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass psychische Befindlichkeiten sich exakt im physischen Körper widerspiegeln. Sie sind derselbe Vorgang auf einer anderen Frequenzebene. Durch Halbierung oder Verdopplung der Ausgangsfrequenz bildet sich derselbe Vorgang erneut ab, mal flüchtig als Energie, oder als hörbarer Schall oder als sichtbares Bild oder als materieller Vorgang. Das ist wohlgemerkt eine Parallele und keine Ursache-Wirkungsbeziehung.
Allein dies lässt die Behauptung, bestimmte Ernährungsformen oder Mineralien würden eine aus sich begründete definitive Wirkung zeigen, als absurd dastehen. Als Spur zu diesem Sachverhalt sind Ausnahmen bestens geeignet. Eine Ausnahme widerlegt jede Regel und belegt, dass diese bestenfalls ein Näherungswert sein kann. Gibt es nur einen Menschen mit intaktem Gebiß, der Süßigkeiten und Fleisch in Mengen vertilgt, ist die Behauptung einer Ernährungsursache nichtig und unwissenschaftlich. Das gleiche gilt für die Zufuhr bestimmter Mineralien. Ein einziger Fall, in dem die behauptete objektive Wirkung nicht eintritt, wirft das ganze Modell über den Haufen.
An Diabetes erkrankt, wer mit der Süße des Lebens nicht umgehen kann und sich in starre Strukturen flüchtet. Arteriosklerose bekommt man, wenn der Fluss des Lebens in starre Bahnen gegossen wird, erst dann wird das Blut in seinen Bahnen von erstarrenden Gefäßen ummantelt. Und ich betone noch einmal, dass sind keine Ursache-Wirkungsbeziehungen, sondern die oktavierten Abbildungen ein und desselben Geschehens.
Daher ist der Körper (Haltung, Gestik, Mimik und Funktion) immer und jederzeit ein perfektes Abbild der Psyche, der gesamten Gedanken- und Gefühlswelt. Sich nach Spezialistenmanier, ganz im Glauben an das Schlechte einer Krankheit einige wenige erkannte Fakten herauszupicken und daraus ein System zu stricken, muss also in einer Schmalspurwirklichkeit enden. Oktavierung und teilchenloses, somit grenzenloses Kontinuum weisen auf die lückenlose Psychosomatik der Natur hin. Das kann jeder Laie beobachten, wenn er nur auf die Idee kommt, wozu ich hiermit anregen will. Ich habe viele wirklich gute herausragende Spezialisten früh und krank sterben sehen, denen diese Einbettung ihres Wissens in das große Ganze fehlte. Sie starben letztlich am fehlenden Zugang zur universellen, auf Oktaven begründeten Psychosomatik. Sie starben an ihren Machbarkeitsphantasien.
Spezialistenwissen kann überaus wertvoll sein, aber nur dann wenn es sich mit dem großen Rahmen verbindet, entsteht die Startposition für eine neue Lebensform und Gesundheit. Und so wenig wie eine Krankheit böse ist, ist irgend etwas anderes im natürlichen Geschehen dieses Universums böse. Alles hat Signalfunktion und es geht immer nur um die Frage, wohin der Wegweiser zeigt. Weder Fleisch essen, noch ohne Zink leben, macht an sich krank. Die einzig zulässige Aussage nach sorgfältiger Beobachtung ist, dass bestimmte Lebenshaltungen mit bestimmter Kost assoziiert sein können. Doch schon die Bewusstheit und Achtsamkeit der Nahrungsaufnahme „erschafft” völlig andere Realitäten für die jeweilige Person. Das gilt für den Zustand des Stoffwechsels wie die Gesundheit insgesamt. Insofern darf man getrost und ausnahmslos die vielen namhaften Studien angefangen von Weston Price bis zu den aktuellsten zu den Akten legen.
In Kenntnis des großen Rahmens und der Parallelität von Körper und Psyche stellen sich allein die Fragen: Was sagen mir die Beschwerden über mein Leben? Wie steht es in den betroffenen Aspekten um Ehrlichkeit, Achtsamkeit und Wahrnehmung? Wo handle ich nicht zu meinem Besten?
Glaube nichts, prüfe alles.
Gutes Gelingen!

